Homöopathie

In meiner Praxis in Berlin Schöneberg arbeite ich mit der Klassischen Homöopathie. Die Behandlung ist nicht als Konkurrenz zur Schulmedizin zu verstehen, sondern als Ergänzung. Sie ist eine Therapieform mit einem ganz anderen Focus auf den Menschen und die Entstehung von Krankheit bzw. Heilung. Der Verlauf einer jeden Erkrankung kann nur davon profitieren, wenn die Therapeuten beider Disziplinen miteinander arbeiten und nicht gegeneinander. Die Schulmedizin ist perfekt in der reinen körperlichen Behandlung von Erkrankungen und die alternative ganzheitliche Medizin bietet die Sichtweise auf einen Zusammenhang von körperlichen mit seelisch-geistigen Prozessen. Das Entstehen eines liebevolleren Verhältnisses zu sich selbst und das Zulassen einer anderen Sichtweise auf Erkrankungen (hat das Symptom vielleicht auch eine "gute Absicht"?) eröffnet oft einen neuen Umgang mit Krankheit und Heilung.

Peter Krauss

Nun zur Frage, was genau ist die Homöopathie ?

Die Homöopathie beruht auf vier Prinzipien:

1. Dem Ähnlichkeitsgesetz "Ähnliches heilt Ähnliches" d.h. die Symptome, die eine Arznei beim gesunden Menschen erzeugen kann, kann sie auch beim erkrankten Menschen (der unter ähnlichen Symptomen leidet) heilen

2 .Der Totalität (Gesamtheit) der Symptome

3. Der Individualität jeder Erkrankung

4. Der Verdünnung und Potenzierung  der Arzneien "Weniger ist mehr"

 Für die Arzneifindung ist es wichtig, den gesamten Menschen mit seiner ganzen Lebensgeschichte, individuellen Entwicklung und all seinen Besonderheiten und Symptomen sowohl auf körperlicher, emotionaler und auch geistiger Ebene zu erfassen und zu verstehen. Die Gesamtheit der Symptome ergibt ein Bild, zu welchem ein entsprechendes homöopathisches Mittel passt. Der Therapeut arbeitet dabei mit sogenannten Repertorien (Symptomenlisten) und seinem Wissen und Erfahrung. Die Therapie erfolgt dann nach den Regeln der Klassischen Homöopathie nach Samuel Hahnemann mit verdünnten (= potenzierten) und verschüttelten (= dynamisierten) Arzneien. Diese Arzneien sollen durch ihre spezielle Herstellungsweise eine "Wirkkraft" entfalten, die  auf die sogenannte  "Lebenskraft" im Menschen einwirken soll. Nach Hahnemann verbindet diese Lebenskraft im Zentrum des Menschen alle körperlichen, seelischen und geistigen Abläufe. Diese Wirkweise  in Form einer Informationsübertragung von einer "energetisch wirkenden Arznei" auf eine "energetisch wirkende Kraft" im Menschen wird angesichts eines sich ändernden Weltbildes nach den neusten Kenntnissen der Physik (Quantenphysik) immer nachvollziehbarer.

 

2. Welche Erkrankungen können behandelt werden?

Ein Homöopath behandelt alle Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern. Eine homöopathische Behandlung ist sinnvoll bei allen physischen und psychischen Erkrankungen wie z.B. Rheuma , Migräne, Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rückenschmerzen, Herzerkrankungen, Allergien, chronische Darmentzündungen, Burn-Out, ADHS, Depressionen als auch bei den sehr schweren Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen, Krebs, HIV oder Multiple Sklerose usw. Es sollen durch das homöopathische Mittel dem Körper Informationen übermittelt werden, welche die Selbstheilungskräfte und die Eigenregulation des Körpers angeregen sollen. Der Reiz der homöopathischen Arznei auf die Lebenskraft erfolgt nach dem Ähnlichkeitsprinzip ("similia similibus curentur" - Ähnliches heilt Ähnliches!). Aus homöopathischer Sicht ist es sinnvoll bei Kindern und Erwachsenen nicht nur bei Erkrankungen zu behandeln, sondern auch bei einer momentanen gesundheitlichen Verfassung die familiäre Disposition (Veranlagung) und Grunddisposition homöopathisch zu behandeln. So soll die Entwicklung und Gesundheit unterstützt und gestärkt werden .

3. Wie sieht eine Behandlung aus? 

Die homöopathische Erstanamnese dauert ca 120 Minuten für den Patienten, da es wichtig ist den ganzen Menschen mit seiner Erkrankung, seiner Individualität und Geschichte zu erfassen. Es soll das den Symptomen des Patienten ähnlichste Mittel gefunden werden ("Ähnlichkeitsprinzip - Ähnliches heilt Ähnliches!"). Dieses Mittel soll einen Reiz auslösen, welcher die Selbstheilungskräfte spezifisch aktivieren soll d.h. die Heilung einleiten soll. So wird zum Beispiel mit homöopathisch potenzierten Kaffee bezeichnet als Coffea Schlaflosigkeit behandelt, die dem Bild einer Überdosierung von Kaffee ähnlich ist (Schlaflosigkeit mit Unruhe und Schweissausbrüchen). Nach dem Erstgespräch bearbeitet der Therapeut den Fall. Er ermittelt mit Symptomenlisten (sogenannten Repertorien), seinem Wissen und Erfahrung das durchgängigste ähnlichste Mittel speziell für den Patienten. Früher erforderte dies viel Geduld und Schreibarbeit- heute erleichtert das Arbeiten mit Computerprogrammen (Repertorisationsprogrammen) diese Arbeit. Da die Gesamtheit der Symptome dabei ausschlaggebend ist werden bei derselben Erkrankungen z.B. bei Rheuma den verschiedenen Patienten auch unterschiedliche Arzneien gegeben. Jeder Behandlungsfall ist individuell und bedarf einer eigenen Medikation - kein Krankheitsbild wird bei unterschiedlichen Patienten gleich behandelt.

Die homöopathische Behandlung ist wie andere Therapien ein Prozess mit einem genau definiertem "Setting", der seine Zeit benötigt. Das homöopathische Mittel kann im akuten Fall sehr schnell wirken, doch bei den tieferliegenden Störungen, den sogenannten "chronischen Erkrankungen wird selbstverständlich  Zeit und eine Reihe von Sitzungen benötigt, damit eine heilende Reaktion bewirkt werden kann. Oft dauert es auch ein paar Sitzungen  bis sich das "ähnlichste Mittel" in eben diesem therapeutischen Prozess zeigt. Bei einer chronischen Erkrankung muß ein Prozess von mindestens neun Monaten gerechnet werden , damit eine deutliche Besserung erwartet werden kann. Der Körper wird wie eine Zwiebel Schicht für Schicht therapiert. In diesem  therapeutischen Prozess trifft man  sich alle 4-6 Wochen zu einem Termin. Es wird der momentane Ist-Zustand ermittelt. Hat sich etwas verändert? Was hat sich verändert? Oft ist dem Klienten nicht bewußt, dass eine Veränderung stattgefunden hat (wenn auch noch so klein) . Dies wird detailliert im therapeutischen Gespräch ermittelt. Nach Beurteilung der Reaktion wird die neue  Arzneigabe festgelegt, um die weitere Behandlung zu bestimmen (Mittel absetzen, Mittel weitergeben, neues Mittel einsetzen). Diese Folgetermine dauern etwa 50 Minuten . Bei längerer Behandlung erfolgen die Termine in größeren Zeitabständen. 

 

 

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